The FAQ - Oft Gestellte Fragen



1. Was ist Flüssiggas (LPG)?

2. Der Verbrauch (Liter/100 km)

3. Die Vorteile des eTAgas-System

4. Starten des Motors und Umschaltung auf Gas

5. Etagas - elektronische Überwachung



Was ist Flüssiggas (LPG)?

LPG ist die Abkürzung für aus Erdöl gewonnenes Flüssiggas. Damit werden ganz allgemein flüchtige Kohlenwasserstoffverbindungen des Erdöls und des Erdgases bezeichnet. Bei Atmosphärendruck und normalen Umgebungstemperaturen sind diese Verbindungen gasförmig. Bei einer leichten Druckbeaufschlagung (2 bis 8 bar) gehen diese Gasverbindungen in einen flüssigen Zustand über. In Folge dieser Umwandlung reduziert sich auch das Volumen um das rund 250 fache. Dadurch kann eine verhältnismäßig große Menge Flüssiggas in einem relativ kleinen Raum gelagert werden, allerdings müssen die Lagerbehälter in diesen Fällen wie Druckkammern ausgelegt sein. Flüssiggas besteht im Prinzip aus einer Mischung von Propan und Butan. Propan ist leichter, hat aber einen niedrigeren Energieanteil pro Volumeneinheit als Butan. Das Dampfdruckverhalten zeigt, dass reines Propan bei Atmosphärendruck bei einer Temperatur von -42°C kondensiert, reines Butan dagegen bei -7°C bereits in einen flüssigen Zustand umgewandelt wird. Reines Butan kann daher im Winter zu Problemen führen, wohingegen reines Propan einen höheren Verbrauch verursacht (1/100 km). Flüssiggas, als Autogas, wird als Propan-/Butan-Mischung vertrieben. Das Mischverhältnis hängt von Angebot und Nachfrage des Kraftstoffmarktes ab. Daher ist das Mischverhältnis im Sommer ca. 40% Propan und 60% Butan und im Winter 60:40. Der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge ist dadurch im Winter höher als im Sommer. Zusätzlich enthält Flüssiggas auch noch einen kleinen Anteil an Propylen. Dieser Kohlenwasserstoff ist als Nebenprodukt des Raffinationsverfahrens unvermeidlich. Anteilmäßig liegt er meist zwischen 3 und 5%. Mit Ausnahme des Propylens sollten im Flüssiggas keine weiteren negativen Anteile enthalten sein. Dieser hohe Reinheitsgrad führt dazu, dass Flüssiggas nicht altert und zeitlich praktisch unbeschränkt gelagert werden kann. Als Sicherheitsmaßnahme wird dem Flüssiggas ein Geruchsmittel beigemischt, da das Gas naturgemäß geruchlos und unsichtbar ist. Flüssiggas hat im Vergleich zum Benzin eine sehr hohe Klopffestigkeit. Flüssiggas hat je nach Mischungsverhältnis eine Oktanzahl von ca. 101 bis 104 (R .0 .Z.)

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Der Verbrauch (Liter/100 km)

Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb haben einen höheren Kraftstoffverbrauch als solche mit Benzinversorgung. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Masse von 1 Liter Flüssiggas (Propan 60%, Butan 40%) rund 0,54 kg entspricht, während die Masse von 1 Liter Benzin gleich 0,73 kg ist. Der höhere theoretische Verbrauch in Litern bei Flüssiggas im Vergleich zu Benzin liegt unter diesen Voraussetzungen bei rund 26%. In der Praxis ist der Verbrauch allerdings nur um 10-20% höher, da Flüssiggas homogener ist als Benzin und dadurch vollständig verbrannt wird. Ein höherer Propananteil im Flüssiggas wirkt sich negativ auf den Verbrauch aus. Der Einsatz von Flüssiggas verbessert die Laufleistung des Motors durch eine weichere und rückstandslosere Verbrennung zweier Gase (Luft und Gas) und weist auch im Bereich der Abgaswerte ein besseres Ergebnis der belastenden Rückstände auf. Die CO-, HC- und NOx-Anteile sind erheblich niedriger als beim Benzin und die Abwesenheit von Schwefel und Blei im Flüssiggas reduziert den Anteil dieser Verbindungen im Abgas auf Null. Die Leistung, der Verbrauch und die Zusammensetzung der Abgase in einem Otto-Motor hängen zum größten Teil von der Zusammensetzung des Kraftstoff-Luft-Gemisches ab. Eine optimale Zündung und eine gute Verbrennung sind nur möglich, wenn die Zusammensetzung des Gemisches bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Bei der Verwendung von Benzin als Kraftstoff, unabhängig ob mit oder ohne Bleizusatz, liegt das ideale Verhältnis der Mischung bei 14,7 zu 1. Das bedeutet, dass 14,7 Anteile Luft notwendig sind, um einen Teil Benzin vollständig zu verbrennen. Dieses Verhältnis zwischen Luft und Kraftstoff wird mit dem Begriff Stöchiometrie oder Lambda-Faktor (X) bezeichnet. Davon abweichende Mischungsverhältnisse zwischen den beiden Komponenten haben einen negativen Einfluss auf die Motorleistung und den Verbrauch.

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Die Vorteile des eTAgas-System

Im Laufe der letzten Jahre wurde sehr viel in die Entwicklung einer elektronisch gesteuerten Gaseinspritzanlage investiert, die den derzeitigen Auflagen zum Emissionsschutz entspricht. Der ausschlaggebende Grund für die Entwicklung eines neuen Gas-Einspritzverfahrens war die steigende Komplexität der Benzin-Einspritzanlagen, mit möglichen Backfire-Problemen, und die immer strenger werdenden Emissionsschutzauflagen. Mit dem von uns entwickeltem System sind wir in der Lage, anders als bei Anlagen mit Mischgeräten, in Bereichen zu arbeiten, wo die strengen Emissionsschutzauflagen erfüllt, die Umweltbelastung verringert und der Verbrauch reduziert wird. Außerdem wird die Leistung durch die Gaseinspritzung in unmittelbarer Nähe der Einlassventile verbessert und ein Backfire ausgeschlossen.

Bestandteile des eTAgas-Systems

Nachfolgend sind die wichtigsten Bestandteile der eTAgas-Anlage aufgelistet. Der Verdampfer/Druckregler, eTAde-V, wandelt das Flüssiggas in den gasförmigen Zustand um und regelt den Gasdruck auf einen Wert, der über dem im Ansaugkrümmer liegt. Der Gasmengenverteiler, eTAde-G, verteilt die genau dosierte Gasmenge auf die Einspritzdüsen. Er verfügt über zwei Schrittmotoren, die vom Steuergerät angesteuert werden. Ein Motor dient zur Dosierung der in den Ansaugkrümmer eingeführten Gasmenge, der zweite hat die Aufgabe, den Gasfluss zu unterbrechen. Das Elektronisches Steuergerät, eTAde-S, erfasst die Signale der Originalsensoren des Fahrzeugs und sendet ein elektrisches Signal an die Schrittmotoren des Gasmengenverteilers. Feste Bestandteile des Systems sind auch ein Umschalter (Kraftstoff-Wählschalter) und ein Kabelsatz mit Diagnoseanschluss zur Anzeige eventueller Störungen.

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Starten des Motors und Umschaltung auf Gas

Das Fahrzeug kann nach Wahl des Fahrers sowohl auf Benzin als auch auf Gas betrieben werden.
Zum Umschalten auf den gewünschten Kraftstoff muss ganz einfach nur die entsprechende Taste am Umschalter gedrückt werden.
Das Fahrzeug wird immer auf Benzin gestartet, damit die Originaleinspritzanlage des Fahrzeugs funktionstüchtig bleibt und ein sicheres Anspringen des Motors gewährleistet ist.
Der Benzintank muss daher immer mindestens zu einem Viertel gefüllt sein und die Füllung muss gelegentlich, um ein Veralten des Kraftstoffs zu vermeiden, erneuert werden.
Auf dem Umschalter befinden sich zwei Symbole:

zeigt den Gasbetrieb an zeigt den Benzinbetrieb an
Die grünen Leuchtdioden zeigen den Füllstand des Gastanks an, die Reserveanzeige hingegen ist rot. Beim Startvorgang blinkt die Gasanzeigenleuchte einige Sekunden lang, bis zur Umschaltung auf Gas. Anschließend bleibt sie zusammen mit den Leuchtdioden derFüllstandsanzeige ständig eingeschaltet. Die Umschaltung kann entweder beim Gasgeben oder beim Gaswegnehmen erfolgen, jedoch nicht, wenn die Temperatur des Druckreglers unter 200C liegt.





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Etagas - elektronische Überwachung

Das Steuergerät
Kernstück des eTAgas-Systems ist der Mikroprozessor. Über ihn werden alle Eingangssignale analysiert, mit den gespeicherten Daten verglichen und die verschiedenen Geräte und Funktionen gesteuert (Schrittmotor, Gasabsperrventil, Unterbrechung der Benzineinspritzanlage usw.). Das Steuergerät hat die Aufgabe die Kraftstoffversorgung des Motors wie folgt zu regeln: - Genaue Einhaltung des stöchiometrischen Kraftstoff-Luft-Verhältnisses. - Geringstmöglicher Rückstand an belastenden Stoffen in den Abgasen. - Gewährleistung guter Fahreigenschaften. - Niedriger Kraftstoffverbrauch. Bestandteile des Steuergeräts. Das Steuergerät besteht aus zahlreichen elektronischen Komponenten, wie zum Beispiel: - Mikroprozessor - Transistoren - Widerstände - Kondensatoren - Relais usw.

Allgemeines Funktionsschema des Steuergerätes




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